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Wussten Sie schon?

  • Dass die Fertigung moderner Porzellane im Pressverfahren die Erfindung eines Heimarbeiters aus Kloster Veilsdorf war. Der Mann mit dem Namen Neidnicht revolutionierte dadurch die war Herstellung von technischen Porzellanen und Porzellanpuppenköpfen, bekam jedoch für seine Erfindung keinen Cent.

 

  • Bei Thüringer Porzellanfiguren sind die Reifröcke der Damen aus Porzellan, zart und zerbrechlich. Das Ursprungsmaterial ist Plauener Spitze, die durch Schlicker, flüssige Porzellanmasse gezogen wird und die anschließend an die Figur angebracht wird. Beim Brennprozess verpufft die Spitze und übrig bleibt das Porzellan.

 

  • Vor 100 Jahren nahmen die Kinder auch schon eine Quietsch-Ente mit in die Badewanne. Der Rohling zur Herstellung war aus Porzellan – ein Tauchziehfigur, die man in Gummi tauchte und danach trocknen lies. Später wurde noch das Quietsch-Element eingefügt und fertig.

 

  • Das in den Porzellanfabriken eigenes Fabrikgeld herausgegeben wurde, mit dem die Mitarbeiter bezahlt wurden. Damit konnten und mussten Sie dann im eigenen Fabrikladen die Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen und so hat der Fabrikbesitzer das reelle Zahlungsmittel immer zum Einsatz in der realen Wirtschaft zur Verfügung gehabt.

 

  • Die „Indianische Blume“ eine Porzellandekoration ist, die zum Teil in freier Umbildung ostasiatischer Vorlagen, fälschlich als „indianisch“ bezeichnet wurden. Der Maler Gregor Höroldt, Leiter der Malerwerkstatt in Meißen, entwickelte diese Dekoration, indem er Chrysanthemen, Päonien und Blätterwerk, oft auch mit phantastischen Vögeln, zu gelungenen Dekorationen gruppierte. Diese Dekorationsart bürgerte sich bald auch in anderen europäischen Porzellanmanufakturen ein. In Thüringen kann sie bereits um 1770 in Wallendorf nachgewiesen werden.

 

  • Der Begriff „Arkanum“ aus dem lateinischen stammt und Geheimnis bedeutet. Allgemeine Bezeichnung in der Alchemie für Geheimmittel. Wurde im 18. Jahrhundert nach der Erfindung des europäischen Porzellans auch auf die Porzellan-Rezeptur bezogen. Die Personen, die im Besitz des Geheimnisses Porzellan herzustellen waren, wurden Arkanisten genannt. Nach allmählicher Verbreitung der Porzellanfertigung in Europa, durch Verrat und Nacherfindung (Thüringen), blieb der Titel jahrzehntelang als äußeres Zeichen einer Beamtenstellung in den Manufakturen bestehen.

 

  • Das äußere sichtbare Zeichen für den Herstellungsort eines Porzellans seine Bodenmarke ist. Lange nach der Erfindung des Porzellans in Sachsen haben auch die Thüringer Fabriken ihr Porzellan mit den Meißner Schwertern versehen, um einen besseren Verkauf zu erzielen. Gegen Ende des 18. Jh. wurde die Verwendung untersagt und die meisten Firmen führten eigene Warenzeichen ein.

 

  • Delft ist Weltberühmt. Aber Porzellan mit der Wortschrift „Delft“ kommt nicht von dort, sondern aus der Thüringer Porzellanfabrik in Rauenstein. Dort hatte man eine Saufwette als angeblichen Anlass für die Namenserfindung angegeben: „Der Esel läuft fortwährend trab“. Die Anfangsbuchstaben der Wörter ergeben jenes „Delft“, das die Rauensteiner als Marke für ihr bemaltes kobaltdunkles Porzellan bis zur Schließung im Jahr 1934 verwendeten.
 

Digitalisierte Objekte des

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Thüringer Porzellanausstellung
im Museum Eisfeld
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Tasse Kloster Veilsdorf

 

 
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Eisfelder Persönlichkeiten
 

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