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Neue Museumskonzeption

Das „Schloss Eisfeld“ ist eines der prägenden Gebäude der Silhouette der Stadt Eisfeld. Das Schloss beherbergt seit dem 1. Oktober 1949 das Geschichts- und Volkskundemuseum der Stadt, gelegen im Süden des Freistaates Thüringen. Es bietet neben der Schlossanlage selbst, dem Otto-Ludwig-Gartenhaus und der Innerdeutschen Gedenkstätte Grenzturm Eisfeld-Rottenbach das geschichtliche Gedächtnis der Stadt und der Region. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der südthüringischen Porzellanindustrie von den Anfängen im 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, südthüringisch-fränkische Volkskultur des 16. bis 20. Jahrhunderts, Geschichte der Stadt Eisfeld von 802 bis in die Gegenwart, und Zeugnisse des regionalen Handwerks. Die Dichtergedenkstätte beherbergt Ausstellungsstücke zum Leben und Werk des Thüringer Dichters Otto Ludwig. Seit 1997 wurden von der Hand des Museumsleiters verschiedene Museumskonzeptionen verfasst, letzte ausgefertigte Fassung 2003 mit Idee zur Schaffung eines "Thüringer Porzellanmuseums", welche wegen Nichtfinanzierbarkeit nicht durchgeführt wurde. Die neue Konzeption (letzter Stand 2015, Heiko Haine) stellt sich erneut dem Ziel, dem Museum Eisfeld mit seinen umfangreichen Sammlungsbeständen ein Alleinstellungsmerkmal in der Museumslandschaft des Freistaates Thüringen zuzuweisen und dies in einer modernen und geänderten Museumspräsentation auch zu zeigen. Diese Neupräsentation des Museums geht einher mit der denkmlapflegerischen Instandsetzung des gesamten Schlosses.

 

Inhalt und Ziel der Ausstellung

Das Eisfelder Museum verfügt über Sammlungsbestände aus den Kategorien Keramik und Porzellan (8 Ausstellungsräume mit einem Gesamtanteil von 40%), traditionelles Handwerk (5 Ausstellungsräume mit einem Gesamtanteil von 25 %), Zeugnisse der Volkskunde (5 Ausstellungsräume mit einem Gesamtanteil von 25%) und Stadtgeschichte (2 Räume mit einem Gesamtanteil von 10%). Diese Sammlungsbestände werden in 3 Ausstellungsebenen präsentiert. Am Museumsanfang steht dabei die Porzellanausstellung (Präsentation der Südthüringer Porzellanmanufakturen von 1760 bis in die Gegenwart), der sich die traditionellen Handwerke und die Volkskunde anschließen. Die Stadtgeschichtsabteilung beendete bis 2010 den Rundgang. Derzeit ist diese eingelagert. Für Sonderausstellungen zu den verschiedensten Themengestaltungen (Volkskunde, Kunst, Kulturgeschichte, Historisch und Sammlungsübergreifend) stehen 8 Räume mit 300 qm zu Verfügung, die größte Sonderausstellungsfläche eines Museums in Südthüringen.

 

Seit der offiziellen Eröffnung des Museums am 1. Oktober 1949, damals nur 1 Raum, war später mit der Erweiterung auf alle drei Gebäude eine durchgängig begehbare Ausstellung nicht vorhanden. Der Hauptsammlungsschwerpunkt ist das Thüringer Porzellan. Ziel der neuen Ausstellung soll es sein, die Porzellangeschichte in Südthüringen verbunden mit regionalen Sachzeugen und den Voraussetzungen aus dem handwerklichen Können der Einwohner des Oberen Werratales darzustellen, so dass der Ausstellungsinhalt diese drei Teile auch künftig präsentiert, nur in umgekehrter, durchgängig begehbarer Reihenfolge. Die Glas-, Spielzeug- und Porzellanherstellung waren in Thüringen einst wichtige wirtschaftliche Standbeine und sind es heute zum Teil noch. Die Kultur- und kunsthistorischen Schöpfungen in den zurückliegenden 250 Jahren sind so bedeutsam, dass diese zusammen mit den Grundlagen für die Ansiedlung der Porzellanindustrie (Wasserkraft, Holz, Kaolin und gut ausgebildete Arbeitskräfte) eine harmonisch – geschlossene und einmalige Präsentation wäre. Bereits 1992 wurde mit der Initiierung der „Thüringer Porzellanstraße“ der Grundstein für die touristische Vermarktung Thüringens als Porzellanland gelegt und diese touristische Straße erfreut sich heute eines enormen Zuspruchs. Eisfeld bildet dabei das südliche Eingangstor und liegt im Kernland der Südthüringer Porzellanherstellung.

 

Beginnend mit der Geschichte des Schlosses und der Stadtgeschichte unter Einarbeitung volkskundlicher Zeugnisse bis hin zu den historischen Werkstätten der Holz- und Steinverarbeitung (Holzpferdewerkstatt und Murmelmühle), Nutzung des Objektes als Gefängnis bis 1946, soll dann der Übergang zur Porzellanherstellung im 18. Jahrhundert neben der Glas- und Spielzeugherstellung und deren Präsentation für den südlichen Thüringer Wald von 1760 bis in die Gegenwart erfolgen. Den Abschluss bilden die Räume der Sonderausstellung. Die Ausstellung soll einen erkennbaren Rundgang erhalten und den Besucher von den Anfängen des Thüringer Porzellans bis in die Gegenwart führen. Dabei sind neue visuelle Mittel ebenso eingeplant wie hands-off-Elemente für die kleinen Besucher.

 

Alle Ausstellungsräume werden farblich neu gefasst und jeder Raum wird eine Redewendung am Original erklären, so "Tief in der Kreide stehen", "Alles in Butter", "Schief gewickelt", "Auf den Hund kommen" und weitere 40 Redewendungen. 

 

Einen ersten Entwurf der neuen Räume finden Sie hier>>>>>>>>>

 

Torhaus
Mittelbau EG

Mittelbau Keller

Mittelbau 1.Etage

Stienernes Haus. 1OG

 

 

Digitalisierte Objekte des

Eisfelder Museums

Museen

Museumsverband Thüringen
Museumsverband


Deutsche Stiftung Denkmalschutz



Freistaat Thüringen

 

Staatskanzlei

 


Thüringer Porzellanausstellung
im Museum Eisfeld
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Tasse Kloster Veilsdorf

 

 
Besucher: 
4110
Objekt des Monats
 

 

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Hereinschauen lohnt sich!

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Eisfelder Persönlichkeiten
 

www.museum-eisfeld.de/seite/325944/eisfelder-personen.html